Länderbericht Japan

Von der Bundeszentrale für politische Bildung wird die Reihe: Länderberichte veröffentlicht, in denen ein Überblick über Geschichte, Kultur, Sprache und Politik eines Landes gegeben werden.

Die Länderberichte kommen in der bekannten Softcoverform daher und geben, in diesem Fall, auf über 500 Seiten einen Bericht über Japan und seine Gesellschaft.

Bilder und Karten sind im Werk enthalten, spielen aber keine große Rolle, da es hauptsächlich auf die gut verfassten Berichte und Reportagen ankommt. Die Bilder lockern den Textfluss aber auf, dass sie gerade nicht in den Haupttext integriert werden, sondern gesondert im Buch vorhanden sind.

Das Werk ist aktuell und deckt auch das politische System und die Entwicklung seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima ab.

Interessant sind auch die Darstellungen zum japanischen Wirtschaftssystem, der speziellen Art der Unternehmensführung und auch zum Problem des demographischen Wandels.

Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft, das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Beeinflussung durch die USA werden in das Werk eingebunden.

Besonders interessant sind auch die Darstellungen zur Religion und zum Konflikt mit China und der Besonderheit des japanischen Militärs nach 1945.

Für meinen Geschmack waren die etwas langatmigen Ausführungen der persönlichen Erfahrungsberichte im Buch etwas zu umfangreich, dies aber eine Sache des Geschmacks und sie runden das Werk nur noch ab.

 

Erhältlich ist das Werk bei der Bundeszentrale für politische Bildung für derzeitig 4,50 Euro.

 

 

 

Corona Bilanz von Udo Di Fabio

Di Fabio, Udo, Corono Bilanz, München, C.H. Beck, 2021

In seinem neuesten Werk beschreibt Udo Di Fabio die Entwicklung der Pandemie, die getroffenen Maßnahmen und wertet diese unter dem Eindruck, dass immer mehr Menschen meinen, in einer ungerechten Welt zu leben oder gar in einer neuen, deutschen Diktatur.

Er verweist auf die bisherigen Erfahrungen bei der Bekämpfung der Pandemie und beschreibt auch die Grenzen des Rechts, wenn er darauf verweist, dass man viele Debatten in Deutschland mit dem Verweis beendet, das sei rechtlich nicht möglich, obwohl eigentlich eine gesellschaftliche und politische Debatte angezeigt gewesen wäre, die man damit, quasi als Totschlagargument, beendet.

Er kommt dabei zu dem Schluss, dass Demokratien sich in der Krise bewährt haben und Autokratien, wie etwa in China, die Pandemie nicht deutlich besser eindämmen konnten, oder, im Fall von Brasilien, sogar deutlich schlechter abgeschnitten haben.

Auch die Spannungen im deutschen Föderalismus finden ihren Platz, wie auch eine Debatte mit dem Soziologen Armin Nassehi über die Grenzen der Wissenschaft und die Erwartungen einer Bevölkerung, die von der Wissenschaft absolute Wahrheiten erwartet, wo diese ihrem Wesen nach permanent nach der Wahrheit sucht und sich selbst korrigiert.

Der Text des Buches ist auf 178 Seiten abgedruckt (ohne Anhang und Anmerkungen).

Der Preis beträgt bei Amazon derzeitig: 24,95 Euro.