Zu mir

Wie der Titel meine Seite bereits verrät, ist mein Name Andreas Ferkau. Ich bin Jahrgang 1982 und wurde in Magdeburg geboren.

Ich habe, seit dem Jahr 2000, bei der Landeshauptstadt Magdeburg, meinen Dienst verrichtet. Seit Mai 2023 bin ich nunmehr hauptamtlicher Dozent am SIKOSA e.V in Magdeburg.

Ich habe eine Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt am SIKOSA e.V. erfolgreich absolviert.

Nebenberuflich habe ich mich im Rahmen eines Fernstudiums an der Fernuniversität in Hagen zum Bachelor of Arts weitergebildet.

Ich interessiere mich hauptsächliche für die Bereiche Geschichte, Politik, Computer(-spiele) und bastele auch gerne am PC herum.

Literarisch interessiert mich zusätzlich Fantasy und Science-Fiction, und, wie sollte es anders sein, wenn man am Schrein der Wissenschaft betet, bin ich ein Trekkie.

Ich bin seit einigen Jahren nebenberuflich beim KBW in Berlin und an diverse anderen Institutionen, als Dozent, tätig.


In beiden Fällen liegt der Schwerpunkt meiner Tätigkeit im Bereich des Verwaltungsrechtes, insbesondere im Bereich der Gefahrenabwehr, des Gewerberechtes und der Schwarzarbeitsbekämpfung.

Für Rückfragen stehe ich immer gern zur Verfügung.

Gruß

Andreas Ferkau

Hinweis:

Eine Übersicht zu meinen Seminaren finden Sie hier oder auf den Webseiten: SIKOSA und KBW.

Elio Guerriero: Benedikt XVI. – Leben, Denken und Pontifikat

Elio Guerrieros 2018 im Herder Verlag erschienene Biographie zeichnet den Lebensweg Joseph Ratzingers von seiner bayerischen Kindheit bis zu den Jahren als emeritierter Papst nach. Im Mittelpunkt steht nicht in erster Linie der Kirchenpolitiker, sondern der Theologe, dessen Denken über Jahrzehnte hinweg von denselben Grundfragen bestimmt wurde: Wie können Glaube und Vernunft zusammenwirken? Wie kann die Kirche ihre Überlieferung bewahren und sich zugleich erneuern? Und wie lässt sich christlicher Glaube in einer zunehmend säkularen Welt verständlich vertreten? Das Vorwort von Papst Franziskus unterstreicht dabei die persönliche Verbundenheit mit seinem Vorgänger und dessen Loyalität nach dem Amtsverzicht.

Anzumerken ist, dass es sich nicht um eine rein klassische Biographie handelt, sondern auch eng mit dem kirchlichen Wirken Joseph Ratzingers verbunden ist, sodass teils Längen für solche Leser entstehen, die weniger an Religion und mehr an der reinen Biographie interessiert sind.

Joseph Ratzinger wurde 1927 in Marktl am Inn geboren und wuchs in einer religiös geprägten bayerischen Familie auf. Sein Vater stand dem Nationalsozialismus entschieden ablehnend gegenüber. Die kirchliche Bindung des Elternhauses, die Erfahrung der Diktatur und der Kriegsdienst als Luftwaffenhelfer und Soldat prägten Ratzingers späteres Nachdenken über Gewissen, Wahrheit und persönliche Verantwortung. 1951 wurde er gemeinsam mit seinem Bruder Georg zum Priester geweiht. Nach Promotion und Habilitation begann eine ungewöhnlich schnelle akademische Laufbahn, die ihn unter anderem nach Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg führte. Früh erwarb er den Ruf eines brillanten, sprachlich klaren und zugleich fragenden Theologen.

Als Berater des Kölner Kardinals Josef Frings nahm Ratzinger am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. Er unterstützte die Erneuerung der Kirche, die Religionsfreiheit, eine stärkere Mitverantwortung der Bischöfe, die Verwendung der Volkssprachen in der Liturgie und den ökumenischen Dialog. Zugleich verstand er Reform stets als Entwicklung in Kontinuität mit Schrift und Tradition. Die politischen und kirchlichen Auseinandersetzungen seit 1968 verstärkten seine Skepsis gegenüber einer Anpassung des Glaubens an den Zeitgeist. Sein aus Vorlesungen hervorgegangenes Werk „Einführung in das Christentum“ machte ihn international bekannt und zeigt den für ihn charakteristischen Versuch, den Glauben aus seinen Grundlagen heraus vernünftig zu erschließen.

1977 wurde Ratzinger Erzbischof von München und Freising sowie Kardinal, 1981 berief ihn Johannes Paul II. zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre. In Rom wurde er zu einem der engsten Mitarbeiter des Papstes. Er verteidigte die Einheit der kirchlichen Lehre, wirkte maßgeblich am Katechismus der Katholischen Kirche mit und setzte sich mit Befreiungstheologie, Ökumene, Sexualmoral und dem Verhältnis von Kirche und moderner Gesellschaft auseinander. Guerriero deutet ihn dabei weniger als strengen „Inquisitor“ denn als Verteidiger des überlieferten Glaubens und der einfachen Gläubigen. Diese Sicht erklärt seine Haltung, nimmt ihr jedoch nicht den konfliktträchtigen Charakter.

Nach dem Tod Johannes Pauls II. wurde Ratzinger 2005 zum Papst gewählt. Mit dem Namen Benedikt XVI. knüpfte er an Benedikt XV. und an den heiligen Benedikt von Nursia an. Sein Pontifikat stellte Liebe, Hoffnung und die Verbindung von Glauben und Vernunft in den Mittelpunkt. Er warb für eine „positive Laizität“, also eine Trennung von Staat und Kirche, die Zusammenarbeit nicht ausschließt, betonte die christlichen Wurzeln Europas und vertiefte den Dialog mit dem Judentum. Zugleich geriet seine Amtsführung mehrfach in schwere Krisen. Die Regensburger Rede, die Wiederzulassung der älteren Form der lateinischen Messe, die Annäherung an die Piusbruderschaft und unzureichend abgestimmte Entscheidungen führten zu erheblichen Kontroversen.

Besonders belastend waren die weltweite Aufdeckung sexuellen Missbrauchs und innerkirchliche Führungsprobleme. Die Biographie hebt hervor, dass Benedikt konsequenter gegen Täter vorging als frühere Verantwortliche und strukturelle Veränderungen einleitete. Zugleich zeigt sie einen Papst, dessen Stärke im theologischen Urteil lag, während Leitung, Personalentscheidungen und öffentliche Kommunikation wiederholt Schwächen offenbarten. Der Verrat vertraulicher Unterlagen im Jahr 2012 machte die Krise der vatikanischen Verwaltung zusätzlich sichtbar.

Am 11. Februar 2013 kündigte Benedikt XVI. wegen nachlassender Kräfte seinen Amtsverzicht an; am 28. Februar endete sein Pontifikat. Als emeritierter Papst blieb er in Rom und versprach seinem Nachfolger Franziskus Treue und Gehorsam. Guerrieros insgesamt wohlwollende Darstellung lässt einen gelehrten, zurückhaltenden und tief gläubigen Mann hervortreten, der Reform nicht als Bruch, sondern als geistige Erneuerung verstand. Der rote Faden seines Lebens ist die Überzeugung, dass Wahrheit und Liebe, Glaube und Vernunft sowie Freiheit und Verantwortung nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Gerade in dieser Spannung liegt die bleibende Bedeutung Benedikts XVI. für Kirche und Theologie.

Das Buch umfasst 587 Seiten Fließtext und ist für rund 38 Euro erhältlich.

Alhambra von Kirsten Boie

Das Buch ist ein historischer Roman, der eher für junge Erwachsene geschrieben wurde.

Er verbindet historische Ereignisse aus dem Jahr 1492 in Spanien mit einer Rahmenhandlung, bei der ein Junge aus der  Gegenwart in das Spanien des 15. Jahrhunderts versetzt wird, und dort die Lebenssituation der Zeit kennenlernt.

Die Handlung ist ansprechend geschrieben und enthält auch Ansätze eines Coming-of-Age-Romans. Die historischen Umstände der Zeit werden gut dargestellt, auch die Konflikte und Lebenssituationen in der Zeit.

In der Gegenwart dreht sich die Schilderung eher um die Probleme eines pubertierenden Jungen, der mit seinen Klassenkameraden und dem Weg in das Erwachsenendasein zurechtkommen muss.

Im Jahr 1492 wird er in die Entscheidung zur Entdeckungsfahrt von Kolumbus verwickelt und in die Konflikte zwischen Spanien und den Resten des marokkanischen Emirats in Iberien.

Anleihen, welche Wirkung eine Änderung der Geschichte haben kann, sind vorhanden, wobei es sich auch hier eher um Vertrauen, Freundschaft und den Willen dreht, kulturelle und religiöse Differenzen zu überwinden, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Die geschilderten historischen Persönlichkeiten kommen in der realen Geschichte vor und es gibt auch Anleihen zu deren tatsächlichem Lebensweg, die in der Handlung des Romans auch dargestellt werden.

Dem Roman fehlt es, da es sich eher um ein Jugendbuch handelt, an einer gewissen Tiefe in der Handlung. Die Handlungstränge sind eher linear und, tiefere Dialoge und undurchsichtige Handlungsweisen fehlen eher.

Die Schilderung von Kolumbus und der Handlungen der Inquisition sowie die Verfolgung der Muslime und der Juden werden nur am Rande erwähnt. Es gelingt dem Buch zwar, dass man sich in etwas in die Zeit einfühlen kann, jedoch fehlt gerade die Immersion, durch die das Werk deutlich an Tiefe hätte gewinnen können.

 

Der Roman ist kurzweilig geschrieben und umfasst rund 430 Seiten.

 

Die Templer von Dan Jones

Das Werk von Jones legt auf gut 434 Seiten, nebst Anhang, die Geschichte des Ordens der Tempelritter dar, von seiner Gründung bis zu seiner Auflösung.

In der gewohnten hohen Qualität des C.H.Beck Verlages wird die Geschichte des Ordens erzählt: seine Gründung, seine Statuten, seine Siege und Niederlagen, aber auch seine starken Verbindungen zur Politik und in die Finanzwelt. Am Ende wird dies durch eine kurze Abhandlung zu den Verschwörungstheorien über die Templer ergänzt, die hier kurz und präzise widerlegt werden.

Karten und einige wenige Bilder sind im Werk sparsam vorhanden, was aber bei einem textgewaltigen Werk durchaus für Ergänzungen sorgt.

Das Buch zeichnet sich durch seine tiefgehende Darstellung der Verbindungen der Templer mit der Kirche, den Königshäusern der Zeit und der Finanzwelt aus. Ausrüstungen und Kampftaktiken werden nur kurz erwähnt; der Schwerpunkt liegt mehr auf den rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Hintergründen des Ordens.

Seine starke Verbindung nach Frankreich und zum Königreich Jerusalem wird ebenfalls ausgiebig besprochen, wie auch die spätere Verfolgung, vor allem in Frankreich, die hier auf das hohe Vermögen des Ordens zurückgeführt wird, das eine Finanzkrise im damaligen Frankreich abwenden sollte, indem man den Orden zerstörte und sein Eigentum konfiszierte.

Der Konflikt mit Saladin im „Heiligen Land“ findet in einem eigenen Kapitel Platz und lädt zu weiteren Nachforschungen ein.

Der Text ist dabei leicht lesbar, wobei er auch einige Anforderungen an Vorwissen und die Zuordnung von Namen und Orten stellt, sodass ein völlig unkundiger Leser sich mit einigen Orten und Namen zunächst auseinandersetzen muss, um das Werk vollständig zu verstehen.

Im Text selbst werden die Zusammenhänge aber gut erläutert, und es erzeugt ein Vergnügen, sich in die Zusammenhänge des Ordens und der Geschichte zu vertiefen.

Das Buch ist derzeit für rund 20,00 Euro im Buchhandel erhältlich.

Der neunte Kontinent von Ulf von Rauchhaupt

Es handelt sich hierbei um ein älteres Werk aus dem Jahr 2009. Gegenstand des Buches ist eine sehr faszinierende und ausführliche Beschreibung des Mars, des Weges dorthin und der Probleme, die uns auf unserem Nachbarplaneten erwarten würden.

Was dieses Buch insbesondere ausmacht, ist die Tatsache, dass die Entdeckungsgeschichte und die Geographie des Mars besonders intensiv besprochen werden, ebenso wie die Debatten um den roten Planeten und die fehlerhaften Vorstellungen in der Vergangenheit.

Es werden die einzelnen Marsmissionen beschrieben und auch die Schwierigkeiten, die die Entwicklung von Sensoren und Experimenten bereitet hat, um überhaupt Untersuchungen auf dem Mars durchführen zu können.

Auch die Vorstellungen der Menschen vom Mars werden besprochen, etwa das berühmte Marsgesicht oder die Kanäle, die man auf dem Mars zu sehen glaubte. Dies wird alles neutral und ohne Verachtung oder Abwertung in den Text integriert und hält den Menschen wiederholt einen Spiegel vor, dass man eben immer ein Kind seiner eigenen Zeit ist und sich Vorstellungen im Laufe der Zeit verändern.

Was das Buch besonders macht, ist das Eingehen auf aktuelle technische Möglichkeiten und die Geographie des Mars, ebenso wie eine Besprechung der Umweltbedingungen und der Erfordernisse, die Menschen vorfinden müssten, selbst für eine zeitlich begrenzte Besiedelung in Form einer Forschungsstation.

Faszinierend sind auch die technischen Grenzen der frühen Raumfahrt bis heute und die Probleme, die sich aus Messungen und deren Schlussfolgerungen ergeben, die keineswegs so eindeutig sind, wie dies oft in der Presse dargestellt wird.

Auch die Ähnlichkeit von Erde und Mars in der Vergangenheit wird thematisiert und was zum Verlust von Atmosphäre und Wasser auf dem Mars geführt haben könnte.

Als Ausblick wird am Ende dargestellt, welche Probleme die Reise zum Mars mit sich bringen würde, ebenso wie die Probleme auf dem Planeten selbst, etwa hinsichtlich der Strahlung und des geringen Luftdrucks.

Kurzum: ein sehr kurzweiliges Buch, wenn man tief in die Materie eintauchen will.

Das Buch verfügt dabei über rund 270 Seiten an Text.

The reluctant Admiral – Hiroyuki Agawa

Ich habe das Buch in seiner englischen Übersetzung gelesen. Es ist derzeit, soweit mir ersichtlich, nur antiquarisch zu erwerben.

Es verfügt über 392 Seiten reinen Text. Es ist keine klassische Biografie, sondern verbindet, wie in Japan üblich, eine historische Betrachtung mit der Person.

Das Leben von Yamamoto kommt dabei aber nicht zu kurz. Seine Biografie wird ausdrücklich geschildert, aber immer in den Kontext des Zweiten Weltkriegs und dessen Vorgeschichte gesetzt, insbesondere auch in die Verhandlungen zum Dreimächtepakt und zu seiner Rolle beim Flottenabkommen in den 1930er Jahren.

Die Biografie ist aber keine Überhöhung der Person des Admirals, da auch seine Fehler, wie etwa der Hang zum Glücksspiel, zu Frauen und zum Essen, nicht ausgespart werden. Facetten, die eher weniger bekannt sind, etwa seine Reisen durch die USA und Großbritannien und seine Beteiligung an diplomatischen Verhandlungen, werden ausführlich geschildert, ohne dabei unnötige Längen aufzuweisen.

Seine Opposition zum Dreimächtepakt und seine Warnungen vor dem Krieg gegen die USA und Großbritannien sind weniger bekannt als seine Planung für den Angriff auf Pearl Harbor. Auch seine Faszination für Flugzeuge und Flugzeugträger als die neue Waffe auf dem Meer, die die Schlachtschiffe ablösen, ist weit weniger bekannt.

Das Buch versteht es dabei, die historischen Ereignisse mit dem Leben des Admirals zu verbinden. Es ist ein gut geschriebenes Werk, auch wenn man als Europäer die etwas andere Narration eines Japaners bemerkt, die, zumindest für mich, sehr angenehm ist.

Die persönlichen Interessen des Admirals, etwa an Gedichten, seine Lebensweise an Bord der Schiffe der Marine und seine Vorgeschichte vor dem Zweiten Weltkrieg, runden die Schilderung sehr gut ab. Auch wenn seine Jugend und seine Schulzeit etwas kurz kommen, dürfte die Mehrheit der Leser ohnehin an seiner Zeit im Zweiten Weltkrieg interessiert sein.

Sein Tod und seine Bestattung bilden auch das Ende des Buches. Insgesamt ein lohnendes Werk für historisch Interessierte.

Fire and Blood von George R.R. Martin

Das 706 Seiten umfassende Werk (in englischer Sprache) beschreibt, eher im Stil eines Geschichtsbuches, die Zeit der Herrschaft der Targaryiens in Westeros bis zur Zeit von Aegon III.

Wie gewohnt wird die Geschichte engmaschig und sehr immersiv erzählt. Die Charaktere machen einen plastischen Eindruck, wie auch die Geschichtsschilderung einen plastischen und nachvollziehbaren Eindruck hinterlässt.

Das Buch ist Vorlage zur beliebten Vorläuferserie von A Game of Thrones und bietet vertiefte Einblicke in die Geschichte der Serie. Naturgemäß gibt es Abweichungen von der Serie, was aber das alte Klischee bedient, dass die Bücher besser sind als die Verfilmungen, in der Form, dass sie mehr ins Detail gehen und natürlich auch Dinge beschreiben, die in der Regel nicht verfilmt werden (können).

Fans von The Song of Fire an Ice kommen hier auf ihre Kosten, zumal hier, anders als in The Game of Thrones, die Tagaryens noch herrschen und somit die Darstellung der Drachen einen breiteren Raum einnimmt.

Was die Fans ansprechen wird, dass Politik, Intrigen und auch Hunger und sexuelle Eskapaden wiederum den gewohnten breiten Raum einnehmen, sodass es sich eher um Dark Phantasy handelt.

Gerade die Zeit von Aegon dem Eroberer und des alten Königs wurde bis dato nicht filmisch adaptiert, wird hier aber ausführlich beschrieben und ist damit für viele Fans ein Muss, die auch in die Vorgeschichte eintauchen wollen.

Im Buch sind auch einige, wenn auch leider wenige, sehr gute Bebilderungen enthalten, die dem Buch seine tiefe Atmosphäre verleihen bzw. diese noch verstärken.

Die Darstellung der Familienbäume der Adelshäuser, wie auch die detaillierte Beschreibung der Kämpfe in Westeros lassen einen erneut sehr tief in die Welt eintauchen.

Für alle, die sich auch für reale politische und historische Ereignisse interessieren, dürfte dieses Buch ein Abendfüller sein.

Der Atlas des Universums von Roger D. Launius

Als jemand, der sich gerne mit Astronomie beschäftigt, ist ein solches Werk natürlich eine besondere Perle der Freude.

Das Buch ist mehr ein Bildband, als dass es wirklich aus großen Texten besteht. Die vorhanden Beschreibungen sind aber sehr informativ und sind eher darauf ausgelegt, die Lust auf ein Mehr zu wecken.

Die einzelnen Planeten werden beschrieben, wie auch die Geschichte der Raumfahrt und einzelne Missionen. Die Informationen sind eher ein Überblick und gehe nicht sehr stark in die Tiefe, was aber auch hier nicht zu erwarten war.

Das Buch beeindruckt mit zahlreichen Grafiken und Photos, die die Lust auf mehr steigern, bzw. den Blick durch ein Teleskop anregen (sollen).

Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Werk, wenn man sein Wissen für das Planetensystem erneuern möchte, sowie über den derzeitigen Stand der Raumfahrt.

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der vor allem Anregungen auf ein Mehr sucht und gute Darstellungen unseres Planetensystems genießen möchte.

The Rise of the Dragon von George R.R. Martin

Wie bereits beim Buch: The World of Fire and Ice handelt es sich nicht um einen Roman im klassischen Sinne, sondern um eine fiktionale Geschichtsschreibung aus der Welt von George R.R. Martin.

Das Buch ist in englischer Sprache gehalten und reich mit zahlreichen Bildern ausgestattet. Es kommt in einem festen Einband daher und 345 Seiten. Es macht dabei einen sehr wertigen Eindruck.

Inhaltlich erzählt es die Geschichte von der Eroberung der Sieben Königslande, über den Tanz der Drachen, bis zur Krönung von Aegon III. In der Form eines Geschichtsbuches gehalten, werden die Ereignisse dennoch spannend geschildert und Fans der Bücher und Serien kommen auf ihre Kosten.

Gerade die Bilder, Zeichnungen und Landkarten ziehen einen sehr tief in die Geschichte hinein.

Verwirrend wie immer sind teils die Namen der Häuser und die Verwandtschaftsbeziehungen, was aber gerade auch den Reiz des Buches ausmacht, dies entsprechend mit in die Erzählung einzubinden.

Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, wenn man ohnehin ein Fan der Phantasywelt ist.

Einfach Literatur von Klaus Willbrand

Klaus Willbrand war selbst ein Phänomen, indem er, als Antiquar im hohen Alter in den sozialen Medien aktiv wurde, um das Lesen und die Literatur erneut in den Focus der Betrachtung zu rücken. Dies zeigt sich auch daran, dass er einen eigenen Artikel bei Wikipedia erhalten hat. Welcher Antiquar kann dies schon von sich behaupten?

Das Buch selbst enthält weite biographische Züge des Autors und seiner Coautorin, die seinen Werdegang im Leben, privat und beruflich, mit und um das Lesen und die Literatur beschreiben.

Im Werk selbst werden Autoren kurz angesprochen und die Werke, die der Autor für wichtig erachtet. Es folgt eine kurze Inhaltsangabe der Werke und meist auch eine Einordnung des Autors in seine Zeit und die Politik. Teilweise wird dann auch ein Bezug zu Klaus Willbrand hergestellt, in welcher Phase seines Lebens er mit dem Werk in Berührung kam.

Das Buch selbst umfasst 219 Seiten an Text, wobei die einzelnen Kapitel einfach zu lesen sind. Sie sind in kurzer und prägnanter Weise verfasst und lassen keine langen Stellen aufkommen.

Geschrieben ist das Werk eher in der Form eines imaginären Gespräches mit dem Verfasser, in dem er seinen Lebensweg und seine Erfahrung mit der Literatur und den Büchern teilt.

Interessant sind dabei auch die Beschreibung seines eigenen Werdeganges und seine politische Selbsteinordnung. Er beschreibt dabei auch seine Entwicklung in politischen Ansichten und gescheiterte Projekte, die ihn sehr menschlich und nahbar erscheinen lassen.

Insgesamt ist das Buch zu empfehlen, wenn man eine kurze Übersicht über wichtige Autoren und eine kurze Einordnung deren Werke sucht. Sehr zu empfehlen ist es, wenn man Anregungen sucht, welche Werke man lesen könnte und ob diese den eigenen Vorstellungen und vor allem dem eigenen Geschmack entsprechen könnten.

Das Buch ist für ca. 22,00 Euro im Handel erhältlich.

Pope Joan von Donna Woolfolk Cross

Bei dem Buch handelt es sich um die Vorlage für den Film Die Päpstin.

Das Buch beschreibt sehr eindrücklich (hier im englischen Original) die Geschichte einer jungen Frau, die sich mehr für das Lernen und das Lesen interessiert, als für die im 9. Jahrhundert typischen Pflichten des Kinderempfangens und der Hausarbeit.

Ob es eine Päpstin Johannes gegeben hat, ist eine Spekulation und kann heute nicht bewiesen werden. Die Spekulationen darüber halten aber an und werden in diesem Buch sehr ansprechend verarbeitet.

Das Buch geht dabei sehr detailliert auf die Lebenswirklichkeit der normalen Bevölkerung, das Leben im Kloster und die Lebensumstände des Adels und der Kirche ein. Die Beschreibungen sind dabei sehr immersiv und ziehen den Leser in die Zeit hinein. Dass hier eine Frau die Hauptfigur ist, fällt beim Lesen oft gar nicht auf, da eher die Beschreibung der Umgebung und der politischen Verhältnisse im Vordergrund steht und die Hauptfigur sich darin sehr gut einfügt.

Die Geschichte setzt dabei mit der Kindheit der Protagonistin ein und beschreibt ihr Leben in einem einfachen Dorf auf dem Land in Deutschland. Die Gewalt in der Ehe und die unterschiedliche Behandlung von Kinder, gerade zwischen Männern und Frauen, werden hier thematisiert, wie auch die Ablehnung von fremden Personen und nicht christlichen Wissens in der Zeit.

Die Beschreibung des Lebens im Kloster, der Bezug auf den germanischen, heidnischen Glauben und den moralischen Verfall der kirchlichen Elite sind im Buch wahrnehmbar und dienen als Kontrast zur vermeintlichen Überlegenheit der kirchlichen Moral den Frauen gegenüber.

Johanna ist dabei keine Heldin, sondern die Beschreibung dient dazu, den Weg einer Person zu beschreiben, die sich gegen Vorurteile und gesellschaftliche Konventionen stellt, nicht, um andere zu überzeugen, sondern das selbst gewählte Leben leben zu können.

Der Hauptteil des Buches verfügt über 408 Seite, nebst einem Anhang der Autorin mit Erläuterungen zum Werk.