Fire and Blood von George R.R. Martin

Das 706 Seiten umfassende Werk (in englischer Sprache) beschreibt, eher im Stil eines Geschichtsbuches, die Zeit der Herrschaft der Targaryiens in Westeros bis zur Zeit von Aegon III.

Wie gewohnt wird die Geschichte engmaschig und sehr immersiv erzählt. Die Charaktere machen einen plastischen Eindruck, wie auch die Geschichtsschilderung einen plastischen und nachvollziehbaren Eindruck hinterlässt.

Das Buch ist Vorlage zur beliebten Vorläuferserie von A Game of Thrones und bietet vertiefte Einblicke in die Geschichte der Serie. Naturgemäß gibt es Abweichungen von der Serie, was aber das alte Klischee bedient, dass die Bücher besser sind als die Verfilmungen, in der Form, dass sie mehr ins Detail gehen und natürlich auch Dinge beschreiben, die in der Regel nicht verfilmt werden (können).

Fans von The Song of Fire an Ice kommen hier auf ihre Kosten, zumal hier, anders als in The Game of Thrones, die Tagaryens noch herrschen und somit die Darstellung der Drachen einen breiteren Raum einnimmt.

Was die Fans ansprechen wird, dass Politik, Intrigen und auch Hunger und sexuelle Eskapaden wiederum den gewohnten breiten Raum einnehmen, sodass es sich eher um Dark Phantasy handelt.

Gerade die Zeit von Aegon dem Eroberer und des alten Königs wurde bis dato nicht filmisch adaptiert, wird hier aber ausführlich beschrieben und ist damit für viele Fans ein Muss, die auch in die Vorgeschichte eintauchen wollen.

Im Buch sind auch einige, wenn auch leider wenige, sehr gute Bebilderungen enthalten, die dem Buch seine tiefe Atmosphäre verleihen bzw. diese noch verstärken.

Die Darstellung der Familienbäume der Adelshäuser, wie auch die detaillierte Beschreibung der Kämpfe in Westeros lassen einen erneut sehr tief in die Welt eintauchen.

Für alle, die sich auch für reale politische und historische Ereignisse interessieren, dürfte dieses Buch ein Abendfüller sein.